Fachschaft Sozialkunde

    "Demokratie ist die schlechteste
          aller Regierungsformen –
     abgesehen von all den anderen“

         (Winston Churchill, 1947)

Für die Lebendigkeit der Demokratie ist es aber entscheidend, in welchem Maße die Bürger ihre im Grundgesetz garantierten Rechte in Anspruch nehmen und damit Einfluss auf die politische Willensbildung ausüben. Deshalb ist es unsere Aufgabe die Schülerinnen zu mündigen Bürgerinnen zu erziehen, die eigenverantwortlichen Handeln, die Fähigkeit zur Urteilsbildung besitzen und Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen.

Zu diesem Zweck erhalten unsere Schülerinnen in der 10. Jahrgangsstufezweistündig Unterricht im Fach Sozialkunde. Beginnend mit der Frage, was Demokratie eigentlich ist und welche Formen es davon gibt, setzen wir uns mit dem Grundgesetz und den darin enthaltenen Grundrechten auseinander. Nach der Klärung des Grundbegriffs „Sozialisation“ und der Bedeutung von Gruppen für unser Leben im Alltag, werden die damit verbundenen Rollenkonflikte analysiert. Ferner werden die politischen Strukturen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene durchleuchtet, wobei insbesondere die Politik auf Bundesebene mit ihren Verfassungsorganen, Wahlen und Parteien zur Sprache kommt. Darüber hinaus wird Europa als politisches Geflecht mit seinen Institutionen und internationalen Bündnissen, wie NATO und UNO, betrachtet. Abschließend lernen die Schülerinnen die Strukturen gesamtwirtschaftlicher Vorgänge und die Ziele und Maßnahmen der Wirtschaftspolitik kennen. Eine genaue Auflistung der Lehrplaninhalte hält die Website des ISB bereit (LehrplanPLUS ab dem Schuljahr 2021/2022).

Die Schülerinnen sollen Politik aber nicht nur theoretisch im Klassenzimmer erfahren, sondern auch hautnah erleben dürfen. Aufgrund dessen sind Fahrten in den bayerischen Landtag oder in ein ausgewähltes Staatsministerium sowie die Durchführung eines Planspiels zur Gesetzgebung auch Teil des Sozialkundeunterrichts.

Einige sehr informative Internetseiten zum Thema Politik finden Sie unter:

www.bpb.de
www.fluter.de
www.hanisauland.de
www.föderalion.de
www.regierenkapieren.de
www.kuppelkucker.de

Juniorwahl 2017 - Wir waren dabei!

Ob Brexit oder US-Wahl - nach Ansicht vieler Wahlforscher hätten beide Abstimmungen im vergangenen Jahr einen anderen Sieger gehabt, wenn mehr der wahlberechtigten jungen Menschen den Weg ins Wahllokal angetreten hätten. Damit unsere Schülerinnen in den nächsten Jahren ihr politisches Wörtchen mitreden, durfetn sie schon einmal einen Probelauf absolvieren und wenige Tage vor der diesjährigen Bundestagswahl in ein improvisiertes Wahllokal an der Schule gehen. Unsere Schule nahm nämlich als eine von 3000 Schulen an der sogenannten Juniorwahl teil. "Das Einüben von praktischer Verantwortung bei der Stimmabgabe ist eine wichtige Grundlage für die aktive Teilhabe an demokratischen Prozessen und Entscheidungen im späteren Leben", betont der scheidende Präsident des Deutschen Bundestags und Schirmherr der Juniorwahl; Norbert Lammert, in seinem Grußwort. Zugespitzter formuliert es der Kabarettist Hagen Rether: "Wählen musst du. Das ist wie Zähneputzen: Wenn du's nicht machst, wird's braun." Auch wenn die Stimmen unserer Schülerinnen diesmal noch nicht in das echte Ergebnis der Bundestagswahl eingeflossen sind, steigt nach einer wissenschaftlichen Begleituntersuchung die Wahlbeteiligung bei den Eltern der teilnehmenden Schüler um mindestens vier Prozent. Und der Anteil der künftigen Nichtwähler sinkt bei den Jugendlichen die an einer Juniorwahl teilgenommen haben, von 22 Prozent auf 7 Prozent.
Voraus ging der eigentlichen Juniorwahl eine intensive Vorbereitung im Unterricht, die federführend von  Silvie Gruber in die Wege geleitet wurde.
Das bundesweite Ergebnis der Juniorwahl zeigt übrigens, dass junge Menschen weit weniger rechtslastig gewählt haben als ihre erwachsenen Kollegen an der Urne.

 

 

Fachschaftsleitung: Silvie Gruber