Mach MI(N)T!

Der MINT-Bereich (kurz für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) spielt eine bedeutende Rolle in der aktuellen sowie künftigen Bildungs- und Berufslandschaft. Um auch die Chancen unserer Schülerinnen zu erhöhen, in diesem Sektor beruflich Fuß fassen zu können, liegt uns die Förderung naturwissenschaftlicher Talente an unserer Schule sehr am Herzen.

Daher versuchen wir durch ein breit gefächertes Angebot schon ab der 5. Klasse das Interesse an den modernen Naturwissenschaften und der Technik zu wecken. Denn wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat, handelt es sich hierbei definitiv nicht um eine reine „Männerwelt“. 

 

 

Angebote an der Ursulinen-Realschule:

Wahlunterricht am Nachmittag

Die Mädchen der 5. und 6.Klasse haben die Chance freiwillig am Nachmittag handlungsorientiert und ohne Leistungsdruck zu experimentieren und sich mit Themen zu befassen, die üblicherweise nicht Gegenstand des normalen Unterrichts sind. Dabei werden Fragenstellungen aus verschiedensten Bereichen wie Mathematik (z.B. Verschlüsselung, mathematische Zaubertricks), Chemie (z.B. Kristallzüchten, Eierfärben mit Naturfarben), Physik (z.B. Luftdruck, elektrische Leitfähigkeit), Bionik (z.B. Papierflieger), Welt der Lebensmittel uvm. behandelt. 

Robotik

Das Wahlfach Robotik gibt es an unserer Realschule schon seit vielen Jahren und hat sich - wie die Technik, die dahinter steckt - rasch weiterentwickelt. Angefangen hat alles noch mit RCX-Bausteinen, heute besitzen wir 15 EV3-Roboter. In Robotik setzen sich die Mädchen spielerisch mit Sensoren, Motoren und einer Programmiersprache auseinander. Sie lernen dabei, dass es auf Genauigkeit und Präzision ankommt. Das Schöne an diesem Wahlfach liegt darin, dass man den Erfolg sofort sieht: Denn hat man ein Programm fertig, kann man es sofort testen.
Im vergangenen Schuljahr haben wir mit einem Zweierteam an den Robotikmeisterschaften der niederbayerischen Realschulen teilgenommen und recht erfolgreich abgeschnitten. Den 3.Platz haben wir nur knapp verfehlt.

MINT-Nacht für die 9I

In diesem Schuljahr fand zum ersten, aber sicherlich nicht zum letzten Mal eine MINT-Nacht statt. Hierbei können die Mädchen u.a. an vorbereiteten Experimentierstationen für mehrere Stunden sowohl erlernten Stoff vertiefen als auch neue Inhalte erarbeiten. Eine kleine Chemieshow mit spektakulären Versuchen durch die betreuenden Lehrkräfte rundet das Projekt ab.

 

Wissenswerkstatt in Passau

Auch in diesem Jahr machte sich Frau Emmig mit der Klasse 9c auf nach Passau in die Wissenswerkstatt
Technik erleben und Technik begreifen. Unter diesem Motto konnten die Mädchen Löten, Bohren, Schrauben, Hämmern und vieles mehr. Und sollte sich eine Aufgabe anfangs als zu knifflig erweisen, war stets eine helfende Hand parat. So waren viele strahlende Augen zu bewundern, als sich der Ventilator zu guter Letzt doch drehte oder das Lämpchen leuchtete. 

Wissen vor 8

Warum klebt ein Kaugummi an meinem Schuh, aber nicht an meinen Zähnen?
Wieso können Geckos kopfüber an der Decke gehen, wir Menschen aber nicht?
Im Alltag begegnen uns täglich viele interessante Phänomene. Deswegen beginnt der Unterricht jeden zweiten Mittwoch für interessierte Schülerinnen schon um 7.45 Uhr und sie erhalten eine wissenschaftliche, aber kindgerechte Erklärung auf derartige Fragen. Denn: Wer nichts weiß, muss alles glauben.

Technik-Scouts

Schon seit mehreren Jahren nehmen Schülergruppen unserer 9. Jahrgangsstufe an diesem Team-Wettbewerb rund um technische Berufsbilder teil. Hierbei können sie nicht nur ihrer kreativen Ader freien Lauf lassen, sondern die Welt der Technik als eine Welt mit faszinierenden Berufen sowie hervorragenden Chancen und Perspektiven besser kennen lernen. Durch den damit verbundenen Betriebsbesuch und den direkten Draht zu Ausbildungsleitern ihrer Wunschberufe können die Mädchen erste wichtige Kontakte zu Firmen vor Ort knüpfen und erhalten Informationen aus erster Hand.

MINTENSIV Schullandheim in Waldkraiburg

Mittlerweile an acht Schullandheim-Standorten wurden im Rahmen der MINT21-Initiative an Bayerischen Realschulen die Voraussetzungen für MINT-Intensivkurse geschaffen, wobei MINT-Kompetenzen, Berufsorientierung und Schlüsselkompetenzen nachhaltig gefördert werden. Die Mädchen erhalten nicht nur die Möglichkeit eigenhändig zu experimentieren und selbstständig zu forschen, sondern können durch eine Betriebserkundung konkrete Erfahrungen in der beruflichen Realität sammeln. Ab dem Schuljahr 2017/2018 ist ein dreitägiger Aufenthalt der Schülerinnen des I-Zweiges der 8. Klasse in Waldkraiburg mit dem Schwerpunktthema „Chemie“ geplant. 

Traumberuf IT & Technik

Auch in diesem Schuljahr ist für die Mädchen des I-Zweiges der 8. und 9.Klasse am 06. Juli 2018 ein Besuch der Ausbildungsmesse „Traumberuf IT & Technik“ in München geplant. Hier haben sie die Möglichkeit, sich bei über 80 renommierten Hochschulen, Behörden und Unternehmen direkt über Ausbildungs- und Studiengänge im MINT-Bereich zu informieren. 

Mädchen für Technik-Camp

Die Ferien bieten eine erstklassige Möglichkeit, sich durch Praktika beruflich orientieren zu können. Ein besonders spannendes Praktikum wird Schülerinnen im Alter von 12 bis 14 Jahren von der Bildungsinitiative „Technik – Zukunft in Bayern 4.0“ ermöglicht. Denn sie können sich für eine Camp-Woche bei einem der führenden Unternehmen Bayerns im MINT-Bereich bewerben und dort Technik als „Auszubildende“ hautnah erleben, ein eigenes technisches Werkstück erstellen und die Ergebnisse zusammen mit anderen Mädchen vor großem Publikum präsentieren.
Übrigens: Die Camp-Woche inklusive Übernachtung, Freizeitprogramm und Verpflegung ist kostenfrei.

Weitere Informationen und Anmeldeformulare sind auf der Homepage zu finden oder bei Herrn Hartl erhältlich. 

Smart City - Zukunft mitdenken!

Auch hierbei handelt es sich ebenfalls um ein Projekt der Bildungsinitiative „Technik – Zukunft in Bayern 4.0“. Im Schuljahr 2016/2017 hatten eine Reihe unserer Schülerinnen die tolle Chance erhalten sich im Rahmen des Projekts „Smart City – Zukunft mitdenken“ mit der zukünftigen Stadt Landshut zu beschäftigen. Mit großem Eifer, tollen Ideen und beeindruckender Kreativität konnten sie die ihnen gestellte Aufgabe bravourös meistern und erhielten vom hochkarätig besetzten Publikum viel Zuspruch für ihre Zukunftsvisionen.  

Reptilienschau

Teilnahme am Känguru-Wettbewerb

Ansprechpartner: Reinhard Hartl, hl(at)ursla.info

Aus der Rubrik "Aktuelles":

Vizemeister bei bayerischer Robotikmeisterschaft (05.07.2018)

Vor einigen Tagen fanden in München im Haus der bayerischen Wirtschaft die Robotikmeisterschaften aller bayerischen Realschulen statt. Nachdem sich zwei Teams unserer Schule Anfang Mai für dieses Finale qualifiziert hatten, nahmen sie daran teil und belegten mit dem einen Team Platz zwei, mit dem anderen Platz fünf. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass sie das beste Mädchenteam in einem von Jungen dominierten Teilnehmerfeld waren. 
Kristin Börsch, Jule Saffert und Ronja Gehrig hatten sich beim Regionalentscheid in Riedenburg Anfang Mai als niederbayerischer Realschulmeister, Julia Huber, Elisa Hoxha und Julia Kreisl als Drittplatzierte für die Teilnahme an den bayerischen Meisterschaften qualifiziert. Die Aufgabenstellung war vorher bekannt. Ein Roboter musste sich mit Hilfe von Sensoren seinen Weg entlang einer schwarzen S-Linie suchen. An dessen Schenkeln wurden blaue und gelbe Quadersteine hingelegt. Die blauen Quader mussten mitgenommen und ins Ziel transportiert werden, die gelben sollten liegenbleiben und durften noch nicht einmal berührt werden. Sieger war, wer die meisten Punkte in der schnellsten Zeit hatte. Am Ende fehlten den Zweitplatzierten nur Zweizehntel zum Sieg, den die Staatliche Realschule Vohenstrauß errang.
Am Einsteigerwettbewerb nahmen in diesem Schuljahr insgesamt 48 Mannschaften aus vier verschiedenen Regierungsbezirken teil. Beim Bayernfinale traten nun die jeweils besten drei Mannschaften der Regionalentscheide gegeneinander an und ermittelten den Gesamtsieger. „Wir haben uns lange auf diesen Wettbewerb vorbereitet“, erzählte Kristin Börsch. „Nach den Weihnachtsferien haben wir begonnen, unsere Roboter zu bauen“, ergänzt Jule Saffert. „Wir kannten nur die Aufgabenstellung und sollten eigene Ideen entwickeln und eine Lösung dafür finden.“ Das habe einige Zeit in Anspruch genommen, zumal man immer wieder festgestellt habe, dass manches zunächst nicht gut funktionierte. „Also mussten wir eine neue Lösung suchen, das war das Spannende“, sagte Ronja Gehrig. Weniger schwer fiel den Schülerinnen die Programmierung, allerdings stellte die Feinjustierung einzelner Programmschritte die Mädchen vor größere Herausforderungen, die sie aber immer wieder zu meistern wussten. 
Teamcoach Albert Mederer, der die Mädchen auf die Teilnahme am Wettbewerb vorbereitet hatte, zeigte sich hoch erfreut über den tollen Erfolg seiner Schülerinnen und ist guter Dinge, dass auch im nächsten Schuljahr wieder eine Teilnahme an diesem Wettbewerb angestrebt werden kann, zumal die Nachfrage in der Schule nach dem Wahlfach Robotik von Jahr zu Jahr größer wird. Denn wichtig ist ihm nicht nur, dass die Mädchen an der Schule sukzessive eine Persönlichkeit entwickeln, sondern auch auf ein Leben – sei es beruflich oder privat -, in dem Technik eine immer größere Rolle spielt, vorbereitet werden. 
Nach dem Erfolg in München besuchte uns isarTV und sendete einen Kurzbeitrag.

Riesenerfolg bei Robotik-Meisterschaft: Ursulinen-Teams holen Gold und Bronze (10.05.18)

Vor kurzem fanden an der Johann-Simon-Mayr-Realschule in Riedenburg die Robotik-Meisterschaften der niederbayerischen Realschulen statt. Zum zweiten Mal schon nahm auch ein Team unserer Schule am Wettbewerb teil und erreichte in der Kategorie Einsteiger (Farb-Checker 2.0) den ersten und dritten PlatzKristin Börsch, Jule Saffert und  Ronja Gehrig holten sich souverän den Sieg, Julia Huber, Julia Kreisl und Elisa Hoxha komplettierten das erfreuliche Gesamtergebnis. Bernhard Aschenbrenner, Ministerialbeauftragter für die Realschulen in Niederbayern, zeigte sich sehr beeindruckt davon, dass insgesamt 22 Mannschaften von 10 Realschulen aus seinem Aufsichtsbezirk an diesen Meisterschaften teilgenommen hatten. 
Roboter sind aus der heutigen Welt nicht mehr wegzudenken – sei es dass in großen Betrieben vieles automatisiert abläuft, sei es dass ein Roboter autonom den Rasen mäht oder sei es, dass man sich heute beim Rückwärtsfahren mit dem Auto auf die Sensoren verlassen kann. Diese Technik kann man Kindern und Jugendlichen in der Schule verständlich und plausibel via Legoroboter nahebringen. Deshalb bieten viele Realschulen inzwischen Robotik als Wahlfach an oder unterrichten es in sogenannten Forscherklassen. Auch an der Ursulinen-Realschule gibt es Robotik schon seit einigen Jahren. „Unser Ziel ist es, dass wir gerade auch Mädchen, die sich für technische Belange interessieren, in diesem Bereich fördern wollen“, erklärt Schulleiterin Angela Schleibinger. Meist ist es aber immer noch so, dass Technik und technische Berufe eine Domäne von Jungs sind. Dies war auch auf dem Robotik-Wettbewerb am vergangenen Dienstag nicht anders. „Die meisten Teams waren ausschließlich von Jungen besetzt, aber unser Ergebnis zeigt, dass Mädchen durchaus, wenn sie gefördert werden, auf diesem Sektor gut mithalten können “, erklärt Albert Mederer, der Robotik als Wahlfach bei den Ursulinen seit einigen Jahren anbietet und die Mädchen auf den Wettbewerb vorbereitet hat. Mädchen gehen zwar anders als Jungen an Aufgaben heran, aber wie das Ergebnis des Wettbewerbs zeigt, sind die Mädchen im Ergebnis den Jungen ebenbürtig. Denn beide Platzierungen im Einsteiger-Wettbewerb können sich durchaus sehen lassen. Dabei musste ein Roboter so programmiert werden, dass er sich den Weg entlang einer großen S-Kurve selber sucht, blaue Legosteine, die entlang der Linie aufgereiht waren, einsammelt, die gelben aber weder berührt und liegenlässt. Realisierbar ist das mithilfe von einzeln steuerbaren Motoren und zwei Farbsensoren, die Farb- bzw. Helligkeitswerte erkennen.  Alle sechs Schülerinnen sind mit ihrem Ergebnis sehr zufrieden und stolz darauf, dass sie sich mit ihrem großartigen Ergebnis für die Robotik-Meisterschaft der Realschulen in Bayern in München qualifiziert haben. Dort sind jeweils die ersten drei Platzierten aller teilnehmenden Regierungsbezirke vertreten. „Unser Ziel ist, dass wir unsere Roboter in den nächsten Wochen optimieren und vielleicht noch ein wenig schneller machen, dass wir auch in München gut abschneiden“,  hoffen die Mädchen nun nach ihrem Erfolg in Riedenburg. 

 

 

Wackere Chemie-Exkursion nach Waldkraiburg und Burghausen (17.04.2018)

Die Klasse 8c, der Mathezweig der Ursulinen Realschule, fuhr kürzlich ins Schullandheim in Waldkraiburg.

Während unseres Aufenthalts, im Chemiesaal der gegenüberliegenden Schule, führten wir einige Experimente durch. Ebenso besuchten wir auch die Wacker-Werke in Burghausen.

Am ersten Tag des Ausflugs haben wir am Nachmittag die ersten Experimente gemacht, bei denen es  hauptsächlich um Stärke ging. Als allerersten Versuch haben wir einen Keks benutzt, und auf diesen haben wir einige Tropfen Jod-Lösung geschüttelt, der Keks hat sich daraufhin blau gefärbt. Um diesen Vorgang zu erklären, haben wir die einzelnen Stoffe herausgesucht woraus der Keks besteht: Hefe, Wasser, Stärke und Salz.

Daraufhin haben wir zu jeden dieser einzelnen Stoffe die Jod-Lösung dazugetan. Das Ergebnis war, dass Stärke, wenn sie mit der Jod–Lösung zusammenkommt, sich ebenfalls blau färbt. 

In einem kurzen Versuch, um herauszufinden wieso Brot bei längerem Kauen süß schmeckt, haben wir feststellen können, dass Stärke aneinander gekettete Zuckerstücke sind, welche vom Speichel voneinander gelöst werden. Das nehmen wir dann als süßen Zucker wahr.

Als letztes Experiment des Tages haben wir Wasser mit Stärke vermischt, in eine Schüssel gegeben und verrührt.

Rausgekommen ist ein weißer Kleister, welcher zwar flüssig ist, aber wenn dieser in die Hand genommen und gerollt wird, verfestigt er sich. Die Erklärung dafür ist, dass, wenn man den Kleister rollt, die Wasserteilchen verschoben werden und dadurch erlangen die Stärketeilchen mehr Platz. Hört man aber mit den Rollbewegungen auf, verflüssigt sich der Kleister wieder.

Am vorletzten Tag sind wir zu den Wacker-Werken in Burghausen gefahren. Von der Entstehung bis zu den heutigen finanziellen Erfolgen wurde uns dort über das schon hundert Jahre alte Industriegebiet erzählt. Ebenfalls wurden uns die vielen Berufe vorgestellt, die man dort ausüben kann:

  • Chemische Berufe wie Chemielaborantin und Chemikantin.
  • Kaufmännische Berufe wie Management-Assistentin, Kaufleute fürs Büromanagement, Industriekaufleute.
  • Elektro- und Metallberufe wie Mechatroniker, Industriemechaniker oder Anlagenmechaniker.
  • Kaufmännisch-technischen Berufe wie Informatik, Bauzeichner oder Elektrotechnik.

Nach den Präsentationen wurde uns ein Einblick in die Anlagen des Chemikanten und in der des Mechatronikers erlaubt. Als Abschluss unseres Aufenthaltes bei Wacker, unternahmen wir eine Rundfahrt über das komplette Gebiet.

Am darauffolgenden Nachmittag führten wir erneute Experimente durch, diesmal allerdings mit Fett. Als Erstes hatten wir die Aufgabe bekommen, auf zwei beschriftete Blätter einmal jeweils Öl und Wasser draufzulegen, nach acht Minuten konnten wir erkennen, dass das Wasser nicht mehr zu sehen war, allerdings war das Öl noch deutlich zu erkennen. Der Grund dafür waren die unterschiedlichen Siedepunkte bei Öl und Wasser. Dies nennt man die Fettfleckprobe.  Danach haben wir einzelne Nahrungsmittel getestet, ob sie Fett enthalten oder nicht. Unser Ergebnis war, dass Obst und Gemüse sehr fettarm  und Chips und Nüsse dagegen reich an fett sind.

Als Schluss-Experiment haben wir unsere eigene Handcreme aus Öl und Wasser hergestellt, da bekanntlicherweise Öl und Wasser nach dem Mischen sich wieder trennen, mussten wir einen Emulgator dazugeben. Am Ende hat alles geklappt und die Handcreme war fertig.

 

 

Glühweindestillat, Christbaumkugeln und knallende Chipsdosen (28.11.17)

In der Nacht vom Freitag auf Samstag fand an unserer Schule erstmals eine MINT-Nacht für Schülerinnen der neunten Jahrgangstufe statt. MINT ist ein Initialwort, das die Wissenschaften Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zusammenfasst. Physik und Chemie waren der Dreh- und Angelpunkt dieser Nacht in der Schule.
Los ging's mit selbstständigen Experimenten an elf Stationen: Hierbei wurden beispielsweise Glühwein zur Abtrennung von Alkohol destilliert, gläserne Rundkolben zu Christbaumkugeln versilbert, knallender Schaum erzeugt oder verschiedene Gase mit Spritzen und Haushaltschemikalien hergestellt und nachgewiesen. 
So viel Experimentieren macht hungrig, sodass sich die Mädchen mit selbstgemachten Pizzas und Gummibärchen stärken durften. Als die Nacht hereingebrochen war, versammelte man sich im dunklen Innenhof der Schule, wo den Schülerinnen anhand einer Fettbrandexplosion eindrucksvoll die Gefahr des Löschens von heißem Fett mit Wasser und durch knallende Chipsdosen die Kraft von Benzinexplosionen im Kolben eines Verbrennungsmotors nähergebracht wurden.
Zu ganz später Stunde erlaubte eine Experimentalshow durch Reinhard Hartl und Vroni Emmig, die beiden betreuenden Lehrkräfte dieser MINT-Nacht, einen Blick über den Tellerrand des Lehrplans hinaus. Anhand diverser Versuche wurde die Geschichte der Chemie von den Alchemisten bis hin zur Moderne erzählt und mit Experimenten in der Mikrowelle, etwa der Darstellung von Plasma, abgerundet.
Nach einem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen verließen die Mädchen das Schulhaus zwar vielleicht etwas müde, aber begeistert und in ihrem Wunsch bestärkt, im MINT-Bereich beruflich Fuß fassen zu wollen.